[Rezension] Sylvain Neuvel: Sleeping Giants

Das Buch

We always look forward.

We never look back.

But this thin . . . it's different.

It challenges us. It rewrites history.

It dares us to question what we know about ourselves.

About everything.

 

 

Deadwood, USA. A girl sneaks out just before dark to ride her new bike. Suddenly, the ground disappears beneath her. Waking up at the bottom of a deep pit, she sees an emergency rescue team above her.

 

The people looking down see something far stranger...

 

That girl grows up to be Dr. Rose Franklyn, a brilliant scientist and the leading world expert on what she discovered. An enormous, ornate hand made of an exceptionally rare metal, which predates all human civilisation on the continent.

 

An object whose origins and purpose are perhaps the greatest mystery humanity has ever faced. Solving the secret of where it came from - and how many more parts may be out there - could change life as we know it.

 

But what if we were meant to find it? And what happens when this vast, global puzzle is complete...?

Das hat mir gefallen:

Sleeping Giants ist mal etwas völlig anderes, denn die Story ist nicht aus einer allwissenden Erzählperspektive geschrieben, sondern in einer Interviewform, bei der man nur das von den Protagonisten erfährt, was sie selbst von sich preisgeben oder durch Gefühlsregungen unfrewillig offenbaren. Das, in Verbindung mit Neuvels Schreibstil, macht den Roman kurzweilig und sehr spannend. Das Lesen bereitet wirklich Freude, da die Interviewform keinen Blick hinter die Kulissen zulässt und daher zum Mitdenken anregt.

 

Die einzelnen Protagonisten haben charakterliche Züge, die dem Leser bei "normal" geschriebenen Büchern schwer näher zu bringen sind. Im Grunde genommen fühlt man sich selbst wie der Interviewte, sodass man sich in den Charakter gut hineinversetzen kann, man zu dem Charakter wird.

 

Die Story an sich ist wirklich interessant: ein tausende von Jahren alter roboterähnlicher Gigant wird gefunden, Unfälle und mittelschwere Katastrophen geschehen, die Menschheit gerät kaum in Aufruhr - im Gegensatz zu den Regierungen-, da sie durch zu viele Alien-Filme "abgestumpft" ist. Neuvel verbindet hier Phänomene unserer Zeit (wie die genannte "Abstumpfung" durch Hollywood) mit historischen und biblischen Elementen und dem Glauben an etwas, das sich der menschlichen Sphäre und Weitsicht entzieht. Das gelingt ihm, ohne explizit zu sagen, dass es sich dabei wirklich um Außerirdisches handeln würde.

 

Zuletzt noch etwas zum Cover: Ein solches Cover habe ich ehrlich gesagt noch nicht gesehen, denn es enthält weder den Autorennamen noch den des Verlages. Nur der Titel und der "Sleeping Giant", geformt aus hunderten von Sternen, die zu meiner Überraschung und Freude auch noch silbern glitzern!

Das hat mich enttäuscht:

Obwohl die Story im Allgemeinen wirklich spannend und nachvollziehbar war, hatte ich an der ein oder anderen Stelle ein kleines Verständnisproblem. Vielleicht lag es auch daran, dass man durch die Form nicht den absoluten Überblick über sämtliche Protagonisten inklusive ihrer Gefühle hatte, aber es gab eine Stelle, die mich wirklich sehr verwirrt hatte, da es dort auf einmal um Emotionen ging, die davor nicht mit einem einzigen Wort erwähnt wurden. Sie waren also einfach plötzlich da - wie aus dem Nichts.

Eine zweite - aber auch letzte - Kleinigkeit: Hier und da ging es um Chemie und Mathematik. Leider war das für mich unverständlich und ein wenig zu hoch. Diese Parts hätte man eventuell kürzer ausfallen lassen können.

Fazit

Sylvain Neuvel hat mich mit seinem Debut absolut von Science Fiction überzeugt. Glücklicherweise ist Sleeping Giants nur der Anfang und ich warte gespannt auf die Fortsetzung der "Themis Files". Hier sind noch so viele Fragen offen, so viel Ungeklärtes und Geheimnisvolles, das aufgedeckt werden muss. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, seinen im Schreibstil wirklich ungewöhnlichen Roman zu lesen.


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