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[Rezension] Stephenie Meyer: Edward - Auf den ersten Blick

Das Buch

 

 

 

Nie wünschte ich mir sehnlicher, schlafen zu können, als zu dieser Tageszeit.

Die erste Begegnung zwischen Bella und Edward bringt sie stärker zum Frösteln als der kalte Wind. Doch was denkt und fühlt Edward, als er Bella zum ersten Mal sieht?

 

Die erste Begegnung zwischen Bella und Edward - diesmal aus Edwards Perspektive.

Meine Meinung

Unzählige Male habe ich die Twilight-Filme schon gesehen und unzählige Male stellte sich mir die Frage: Was denkt Edward eigentlich, während er Bella so betrachtet?

 

Stephenie Meyer hat mit dieser Kurzgeschichte einen tollen Einblick in Edwards Gedankenwelt gegeben. Ihr Schreibstil ist angenehm zu lesen. Sie schafft es, dem Leser mit wenigen Worten ein unglaublich detailliertes Bild vor Augen zu führen und ihn so in die Welt um Edward und Bella eintauchen zu lassen.

Sowohl Edward als auch andere Charaktere werden mit Tiefe beschrieben. Dadurch bekommt man als Leser ohne Probleme Zugang zu ihnen und ihrer Geschichte.

 

Es ist wirklich unheimlich interessant diese erste Begegnung der beiden mal aus Edwards Perspektive zu erleben und nachzufühlen. Da waren doch viele Gedanken, bei denen man sich dachte: "Ach, echt?".

Fazit

Für Twilight-Fans ein Muss! Das Ganze von der anderen Seite aus zu betrachten, macht wirklich Spaß und lässt den Film beim wiederholten Schauen ganz anders wirken!

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[Rezension] Markus Walther: Buchland

Das Buch

Erster Satz

Die Bücher um mich herum, die sich unter einem staubigen Mantel zu verbergen suchten, schienen leise zu wispern.

Dieses Antiquariat ist nicht wie andere Buchläden!
Das muss auch die gescheiterte Buchhändlerin Beatrice feststellen, als sie notgedrungen die Stelle im staubigen Antiquariat des ebenso verstaubt wirkenden Herrn Plana annimmt. Schnell merkt sie allerdings, dass dort so manches nicht mit rechten Dingen zugeht:
Wer verbirgt sich hinter den so antiquiert wirkenden Stammkunden „Eddie“ und „Wolfgang“? Und welche Rolle spielt Herr Plana selbst, dessen Beziehung zu seinen Büchern scheinbar jede epische Distanz überwindet?
Doch noch ehe Beatrice all diese Geheimnisse lüften kann, gerät ihr Mann Ingo in große Gefahr und Beatrice setzt alles daran, ihn zu retten. Zusammen mit Herrn Plana begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch das mysteriöse Buchland. Dort treffen sie nicht nur blinde Buchbinder, griechische Göttinnen und die ein oder andere Leseratte, auch der Tod höchstpersönlich kreuzt ihren Weg.
Und schon bald steht fest: Es geht um viel mehr, als bloß darum, Ingo zu retten. Vielmehr gilt es, die Literatur selbst vor ihrem Untergang zu bewahren!

Meine Meinung

Markus Walther hat mit "Buchland" eine wunderbare Welt erschaffen, in der die Literatur zu einem spricht. Durch seinen Schreibstil lässt er das Buchland real werden, denn beim Lesen kommt es einem tatsächlich so vor, als würde das Buch zu einem sprechen und etwas äußerst Wichtiges mitteilen. Die Botschaft, wie wichtig Bücher in unserem Leben sind, hat Walther absolut lesenswert verpackt.

 

Seine Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und schon ab der ersten Seite bleibt einem nichts anderes übrig, als sie zu mögen. Jeder einzelne macht bis zum Schluss eine Charakterentwicklung durch, die durchaus authentisch wirkt.

Herrn Plana und Beatrice bei ihren Abenteuern im Buchland zu begleiten, macht einfach Spaß. Dümpelt die Story zunächst noch ein wenig vor sich hin, so nimmt sie dann doch immer mehr Fahrt auf und lässt dem Leser schließlich kaum noch eine Atempause. Richtig gut wird das Buch also erst mit der Zeit, dennoch ist der schleichende Anfang sehr wichtig für das Verständnis alles Kommenden.

 

Spannung gibt es vor allen Dingen ab dem zweiten Drittel des Buches. Hier steigt sie immer mehr an und lässt wirklich bis zur letzten Seite nicht nach. Als Leser fühlt man sich direkt in die Geschehnisse hineinversetzt. Vor allem mit Beatrice, dem Ruhepol der Geschichte, konnte ich mich schnell identifizieren. Durch sie einen Zugang zur Geschichte zu finden, war nicht schwierig.

 

Das Cover gefällt mir sehr gut. Beatrice mit Feder und Büchlein im Vordergrund steht wirklich für den Inhalt von "Buchland". Und auch die verschiedenen Details im Hintergrund spielen alle eine Rolle im Verlauf der Story.

Fazit

"Buchland" von Markus Walther ist ein tolles Fantasy-Buch mit Botschaft. Mit seinen 244 Seiten ist es schnell gelesen, dennoch sollte sich die Zeit genommen werden, auch zwischen den Zeilen zu lesen und der Geschichte Raum zu geben, sich zu entfalten. Trotz der anfänglichen doch recht langwierigen Erklärungen rund um das Buchland, nimmt das Buch bald schon an Fahrt auf.

 

Ich kann das Buch guten Gewissens empfehlen!

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[Rezension] Sebastian Fitzek: AchtNacht

Das Buch

 

 

 

 

 

 

 

Erster Satz

"Hier ist der Anruf für Sie."

Stellen Sie sich vor, es gäbe eine Todeslotterie. Sie könnten den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der "AchtNacht", am 8.8. jeden Jahres, würde aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte wäre eine AchtNacht lang vogelfrei, geächtet. Jeder in Deutschland dürfte ihn straffrei töten - und würde mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

 

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst. Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.

 

Und Ihr Name wurde gezogen!

Meine Meinung

Wie bei jedem neuen Fitzek waren sowohl Vorfreude als auch Erwartungen groß. Anders als bei jedem anderen Fitzek, wurden die Erwartungen hier aber leider enttäuscht.

 

Sebastian Fitzek hat einen absolut mitreißenden Schreibstil. Durch seine Art zu Schreiben kann man den Alltag wunderbar vergessen und in seinen Thriller eintauchen. Was den Schreibstil angeht ist der Autor sich in all seinen Werken treu geblieben und hat sein Niveau gehalten.

 

Was mich hier so enttäuscht hat, ist schwer in Worte zu fassen. Es ist nichts Greifbares wie etwa die Protagonisten. Denn diese hat der Autor wieder einmal hervorragend ausgearbeitet und ihnen durch Charaktertiefe Leben eingehaucht. Sie erscheinen real und Zugang zu ihnen zu finden fällt nicht besonders schwer. Unrealistisch ist dagegen oftmals das Handeln der Protagonisten. Wer andere Thriller von Sebastian Fitzek kennt, weiß, dass man als Leser oft ratlos zusehen muss, was gerade geschieht und sich hier und da mal mitfiebernd fragt "Warum handelt der Charakter jetzt so?!". In AchtNacht ist es jedoch keine mitfiebernde Frage, die man sich stellt, sondern vielmehr eine genervte. Oft hatte ich das Bedürfnis den Hauptprotagonisten aus dem Buch zu zerren und meine Meinung zu geigen! Leider hat mich das beim Lesen sehr gestört, sodass ich verhältnismäßig lange brauchte, den Thriller zu beenden.

 

Die Idee hinter der Story ist keine neue. Da der Autor aber bereits am Anfang eine Anmerkung dazu gemacht hat, dass er sich von "The Purge" hat inspirieren lassen, war das für mich kein Kritikpunkt - ganz im Gegenteil, denn den Film fand ich wirklich gut. Umso gespannter war ich natürlich darauf, was mein Lieblings-Thriller-Autor daraus gemacht hat. Leider konnte er mich mit seiner umgestalteten Purge-Idee keineswegs überzeugen. Auch hier kann ich leider nicht genau sagen, was mich so gestört hat, aber für Fitzek-Kenner ist es vielleicht selbsterklärend, wenn ich sage: Es ist einfach kein richtiger Fitzek.

 

Einzig und allein das Ende hat mir wirklich gut gefallen. Hier hatte ich einen kurzen Glücksmoment, in dem ich laut aufschreien konnte und mir dachte: "HA! Ein typisches Fitzek-Ende!".

Fazit

Etwas verwirrt hat Sebastian Fitzek mich mit seinem neuesten Thriller zurückgelassen. Ohne es genau fassen zu können, hat mich relativ viel gestört, da ich gewisse Erwartungen habe, wenn ich einen neuen Fitzek in die Hand nehme. Es handelt sich hierbei um eine rein subjektive Ansicht. Für alle, die Sebastian Fitzeks Thriller so lieben wie ich es tue, würde ich AchtNacht auf keinen Fall empfehlen.

 

Eine Empfehlung kann ich aber für Fitzek-Neulinge aussprechen. Kennt man den Autor noch nicht, ist es ein gutes Buch, das viel Spannung birgt!

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